Momotarō

 

Innen im Deckel: Papieretikett mit der Sammlungsnummer 83

Das Inrō zeigt eine Szene aus der Erzählung „Momotarō“ (Der Pfirsichknabe). Das Märchen beginnt mit der Schilderung der Frau eines armen Holzfällers, die an einem Fluss ihre Wäsche macht, als ihr ein großer Pfirsich auf den Fluten entgegen treibt. Auf der einen Seite des Inrō ist der überdimensionaler Pfirsich auf Wellen zu sehen, der aufgrund seiner hellen Farbe besonders groß erscheint und der umgeben ist von zwei Blättern. Auf der anderen Seite ist die Frau dargestellt, die vor freudiger Überraschung rücklings fällt und ihre Arme empor streckt. Auch das Zuber ist umgekippt und Stoffbahnen fallen in die Fluten, wo sie in den Wellen schattenhaft zu erkennen sind. Die Frau wird den Pfirsich nachhause mitnehmen. Als ihr Mann die Frucht spaltet, tritt der Däumling Momotarō daraus hervor, der von dem Holzfällerehepaar großgezogen wird und der ihnen später zu Wohlstand im Alter verhelfen wird.

Kanshōsai 観松齋 ist ein Künstlerpseudonym, das von mindestens fünf verschiedenen Lackmeistern verwendet wurde. Der bekannteste unter ihnen ist Iizuka Tōyō, der in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts in Edo eine berühmte Werkstatt führte.