Zwei Hasen

 

Zwei Hasen sitzen dicht nebeneinander auf einer Wiese, die durch einige wenige Frühlingsblüher angedeutet ist. Hinter den Tieren wachsen drei junge Schachtelhalme (tokusa, Equisetum pratense), im Vordergrund Waldsauerklee (katabamisō, Oxalis acetosella). Auf der Rückseite sind zwei junge warabi-Farne, blühender Löwenzahn (tanpopo) und zierliche Veilchen (sumire) dargestellt.

Der Hase (usagi) ist das vierte Tier des Zodiakus, repräsentiert den 2. Monat und die Stunden von 5 bis 7 Uhr. Laut der Sage wird das Fell des Hasen nach 500 Jahren blau, nach 1000 Jahren weiß. Der weiße Hase, der mit roten Augen dargestellt wird, symbolisiert daher in China und Japan langes Leben.

In China und Japan wird der Hase mit dem Mond in Verbindung gebracht. Der ostasiatischen Überlieferung nach hält er sich im Mond auf, wo er in einem Mörser Kräuter für das Elixier der Unsterblichkeit zerstößt (China) bzw. in einem Trog gekochten Reis zu Teig (mochi) stampft (Japan). Er wird gerne inmitten von Schachtelhalmen dargestellt. Denn mit diesen Halmen, die Kieselsäure enthalten, poliert er der chinesischen Legende nach die Mondoberfläche.

Masayuki 政之 muss der Werkstatt des Shibayama Yasumasa 芝山易政 angehört haben, dessen Namenbestandteil „masa“ er in seinen Namen übernahm. Diese Werkstatt befand sich in Tokyo Asakusa und war auf der 1. Nationalen Industrieausstellung 1877 vertreten. Die 1880er-Jahre waren die Blütezeit dieser Werkstatt. Die Einlegetechnik wurde sowohl auf Elfenbeinobjekte als auch auf Lackobjekte angewendet.