Fukurokuju und Daikoku

 

Der Glücksgott Fukurokuju, identifizierbar an seinem überdimensionalen Schädelauswuchs, ist als Schwerstarbeiter dargestellt. Er hat das Gewand von beiden Schultern gestreift und um den Kopf ein Handtuch gewickelt, das der Schweißaufnahme dient. Seine Hand steckt tief in einem Wasserschaff, eine Anspielung auf die mochi-Zubereitung. Der Glücksgott Daikoku neben ihm packt vergnügt die Henkel eines Bottichs. Das Netsuke besitzt eine schöne, intensive Alterspatina.

Das Zubereiten von Reisklößen (mochitsuki) ist eine der wichtigsten traditionellen Neujahrsvorbereitungen. Meist sind zwei oder drei Männer damit beschäftigt. Ein Mann schlägt mit einem riesigen Hammer den gedünsteten Klebereis in einem Holzbottich zu einem Teig, während ein zweiter Mann den Teig just in dem Moment wendet, wo der Hammer in der Luft ist. Um die Hände zu kühlen bzw. um den klebrigen Klumpen zu befeuchten, steckt der Teigmacher nach jedem Schlag seine Hände in ein Wasserschaff. Die Tätigkeit erforderte große Kraft, Schnelligkeit und perfekte Koordination von Stampfendem und dem wendendem Helfer.

Die Signatur „Masatami“ 正民 kann keinem der in der Literatur verzeichneten Schnitzer zugeordnet werden. Auf keinen Fall handelt es sich um den „Affen-Masatami“ noch jenen anderen zur selben Zeit arbeitenden gleichnamigen Schnitzer. Das humorvolle Sujet steht in der Tradition der Thematik der frühen Netsuke-Schnitzer in Edo.