Sanbasō-Tänzer

 

Der Tänzer steht auf einem Bein, während das andere angehoben ist, um mit dem Fuß auf den Boden zu stampfen. Die angehobene rechte Hand hält einen Schellenbaum (suzu), während der Fächer in der herabhängenden linken Hand eine aufgehende Sonne zeigt. Der Kopf mit dem hohen Hofhut (eboshi) ist zurückgelegt, so dass die Sanbasō-Maske mit Haarbüscheln und Bart ganz auf den Betrachter ausgerichtet ist. Über dem auffällig gemusterten Untergewand trägt der Tänzer das kamishimo, bestehend aus einer ärmellosen Jacke (kataginu) und Hosenrock (hakama). Beide Gewandteile sind mit Kiefernschösslingen in Gravur dekoriert.

Der Sanbasō (wörtlich: dritter alter Mann)-Tänzer tritt im Okina-Spiel auf, das als Einleitung zu einem vollständigen Nō-Programm zu Neujahr oder anderen festlichen Anlässen aufgeführt wird. Der Dekor des Gewandes ist Hinweis, dass dieser Tanz zu Neujahr aufgeführt wird.

Das Sujet ist bereits im „Sōken kishō“ von 1781abgebildet und wird dort dem Schnitzer Ogasawara Issai zugeschrieben. Es wird dort als „sarugaku“ (wörtlich: Affen-Tanz) bezeichnet.