Tonpuppe in Form eines Hotei

 

Abgeb. in: Hans-Martin-Schmitz, Alte Kunst aus Japan und China, Osaka Netsuke, Köln 2017, S. 12

Die Puppe hat eine flache Form. Sie zeigt den Glücksgott stehend, gekleidet in ein locker gegürtetes Gewand, das den Bauch frei lässt. In der rechten Hand hält er einen Blattfächer, in der linken die Kordel seines ihm zu Füßen liegenden verschnürten Sacks.

Das Sujet ist ein beliebtes Motiv der Schnitzer in Osaka und geht auf Mitsuhiro zurück, der es in seinem „Takarabukuro“ unter der Nr. 152 erwähnt: „Puppe aus Fushimi: Mache es naturgetreu. Schnitze mit einem runden Messer […]  und gebe ihm eine Politur, dass es alt aussieht. Die Schnurführung führt durch das Innere. Man nehme ein Original zum Vorbild.“ Diese Puppen waren als Netsuke so beliebt, dass es sie auch aus bemaltem Holz (von Shûzan) und aus Bronze gibt.

Chiraku 稚楽 ist ein unverzeichneter Künstler. Möglicherweise deshalb, weil das erste Schriftzeichen fälschlich als „ga“ 雅 gelesen wurde (Bushell 1975, S. 186, Nr. 522 und Lazarnick, S. 397). Aus der bei Lazarnick abgebildeten Signatur geht hervor, dass Chirakus Familienname Okamoto 岡本 war.