Zwei junge Hunde auf einer Muschelgruppe

 

Zwei Welpen liegen hintereinander auf einer großen Gruppe von Muscheln, bestehend aus vier spitzen Schnecken, einem Seeohr (awabi), einer Kammmuschel (akagai) und einer Venusmuschel (hamaguri). Sie schauen in unterschiedliche Richtungen. In Aufsicht von fast rechteckiger Form, erkennt man in der Seitenansicht gut die dreieckige Segmentform, die aus dem Zahn geschnitten wurde. Dies ist ein sicheres Zeichen eines frühen Netsuke.

Der Hund (inu) ist das elfte Tier des Zodiakus und repräsentiert den 9. Monat sowie die Stunden zwischen 19 und 21 Uhr. Hunde stehen in Japan für gute Gesundheit. Hundedarstellungen dienten als Amulett für Schwangere, weil Hündinnen beim Wurf keine Schmerzen haben, und für Kinder, weil man der Ansicht war, Hunde hätten ein leichtes Leben. Kleine Pappmaché-Hunde (inuhariko) waren Spielzeug und gleichzeitig Amulett, das den Wunsch ausdrückte, ein Baby möge so schnell und gesund aufwachsen wie Welpen. Der Aberglaube besagt, dass in Gegenwart eines Hundes Katzen, Marderhunde (tanuki) und Füchse, die sich in Menschen verwandelt haben, wieder ihre natürliche Gestalt annehmen. Daher wurde Hunden die Kraft zugesprochen, das Böse zu vertreiben.