Daikoku und Ebisu / oni setsubun

 

Die Motive auf diesem Inrō machen es zu einem idealen Accessoire, das zu Neujahr getragen werden konnte. Ebisu in Heian-zeitlicher Tracht sitzt entspannt und behäbig vor einem Teller mit einer Meerbrasse und mit einer Sake-Flasche neben sich. Vor ihm sitzt an seinen Sack gelehnt und mit einem Sake-Becher in der Hand Daikoku in Rückansicht. Er ist umgeben von seinen Attributen, vorne dem Glückshammer, aus dem er Juwelen schütteln kann, und hinter ihm zwei Reisballen, die Reichtum symbolisieren. Die beiden Glücksgötter, die für Wohlstand und guten Handel stehen, treffen sich zum Festtagsessen zu Neujahr.

Auf der Rückseite ist ein fliehender oni zu sehen, der sich vor dem Bohnenschauer mit einem großen Hut zu schützen versucht. Über ihm ist ein rundes Fenster mit einem Bambusgitter dargestellt, vor dem oben ein shimenawa mit anhängenden Strohstreifen, einem yuzuri-Blatt und einem Farnwedel gespannt ist. Das shimenawa soll das Neujahr willkommen heißen. Ein hier nicht dargestellter Shōki oder eine nicht zu sehende Okame vertreiben das Böse, das von dem oni verkörpert wird, in dem sie es mit Bohnen bewerfen und „fuku wa uchi oni wa soto“ (Herein das Glück, heraus das Böse) rufen.

Die großflächigen Perlmutter- und Schildpatteinlagen machen die Oberfläche des Inrō besonders lebendig. Je nach Lichteinfall schillert das Perlmutter und das Schildpatt leuchtete und glänzt.