Anonym


 

Die Dichterin Saigū no Nyōgo 斎宮女御 (929-985) ist eine fünf Damen unter den 36 Unsterblichen Dichtern (Sanjurokkasen). Auf dem rechten Blatt steht eines ihrer berühmtesten Gedichte aus dem „Shûi wakashû (Nr. 451), in dem das Kiefernrauschen und der Klang der Zither verbunden werden:

琴のねに/峯の/松風かよふ/らし/いづれの緒/より/しらべそめ/けむ
Koto no ne ni / mine no matsukaze / ka yoburashi / izure no o yori / shirabe some kemu

Übersetzung: Im Klang der koto verwoben, wird wohl der Bergwind fluten, der durch die Föhren rauscht. Auf welcher Saite hat er denn zu spielen begonnen?