Keijū Reikyō 敬宗令恭 (1881-1935)


 

Einzeiler (ichigyo): hō un hai sō zu 鳳雲入壯圖
(Phönix/Wolke/hineingehen/Wohlstand/unerwartet)

Itō Keijū 伊藤敬宗 aus der Präfektur Wakayama wurde 1901 bis 1906 zum Militär eingezogen. In Kyoto wechselte er 1914 vom Tenryūji zum Rokuonji (besser bekannt als Kinkakuji =Goldener Pavillon), wo er 1922 Hauptpriester wurde. Hier war er seit 1914 Schüler von Dokuzan Gengi (1869-1938), von dessen Stil, mit einem fast trockenen Pinsel (kappitsu) zu schreiben, er beeinflusst war. Keijū hat in verschiedenen Stilen gemalt und geschrieben. Auch seine Signaturen divergieren stark und sind oft bis zur Unlesbarkeit vereinfacht. Lit.: Moog, S. 239-240; G. Armbruster und H. Brinker, Pinsel und Tusche, Heidelberg 1975, S. 87-90, Kat.-Nr. 14, heute im Museum für Ostasiatische Kunst, Köln.