Oharame

 

Die junge Frau liegt mit lang ausgestreckten Beinen, von drei Reisigbündel umgeben. Über dem Gewand trägt sie eine um die Hüften geschlungene Schürze und der Kopf ist mit einem an der Rückseite zusammengesteckten Handtuch vor der Sonne geschützt. Entspannt hält sie eine Pfeife und hat gerade mit nach oben gewandtem Kopf den Rauch ausgestoßen; die rechte Hand liegt auf einer Tabakstasche. Diese hat weder Schnur noch manjū, da Frauen das flache tabako-ire in den Brustausschnitt steckten.

Dargestellt ist eine oharame 大原女 (wörtlich: Frau aus Ohara). Ohara ist ein abgeschiedenes Bergdorf im Norden von Kyoto. Jahrhundertelang gingen junge Frauen von dort aus zu Fuß nach Kyoto, um Brennholz zu verkaufen. Die hier dargestellte oharame hat ihre Beinkleider und Strohsandalen abgelegt und ruht sich bei einem Pfeifchen aus. In Japan wird das einen Zug aus einer Pfeife nehmen als auch das Innenhalten bei der Arbeit mit „ippuku suru“ 一服する bezeichnet.