Taishin’ō

 

Die vornehme chinesische Dame Taishin’ō sitzt auf einem großen Drachen und spielt auf einer einsaitigen Zither. Der Drache scheint, den Klängen verzückt zu lauschen. Die hohen Bögen des Drachenleibs und der nach oben in einer S-Linie aufgerichtete Schwanz entsprechen dem hohen schwungvollen Bogen des flatternden Schalbandes, das die Göttin in der Art eines Nimbus umfängt.

Taishin’ō fujin soll die jüngste Tochter der Königinmutter des Westens Seiōbo gewesen sein. Als Netsuke und auf Tsuba wird sie meist sitzend auf einem Drachen dargestellt, auf dem sie über die Vier Ozeane schwebt.

Yamaguchi Chikuyōsai Tomochika 山口竹陽齋友親 (1800—1873) führte ab ca. 1859 seine Teiya genannte Werkstatt in Sugamo, einem Stadtteil von Edo. Er hatte neben zahlreichen Schülern auch zwei direkte Nachfolger, die seinen Namen führten: Tomochika II. (1830 ?) war laut Jonas der Neffe; sein Enkel Yamaguchi Chinnosuke 鎮之助 (1842—?) führte ab 1863 den Namen Tomochika III. Die Tomochika-Werkstatt arbeitete vorwiegend in Elfenbein. Sujets waren historische japanische und chinesische Personen und Figuren aus dem Alltag.