
Ein japanischer Junge sitzt mit untergeschlagenen Beinen und versteckt eine Hannya-Maske hinter seinem Rücken. Er führt seine linke Hand quer über den Körper und zieht das Lid des rechten Auges herab und streckt seine bewegliche Zunge (aus Koralle) heraus. Die Augen mit schwarz hintermalten Pupillen sind in Glas eingelegt.
Für die Geste gibt es in Japan eine Vielzahl sich ähnelnder Ausdrucke, wobei in Japan bekakō und bekkanko die geläufigsten sind. Beim Ausführen der Geste wird gleichzeitig die Zunge herausgestreckt. Die Geste bedeutet „Holzauge sei wachsam“. Gemeint ist hier wohl, dass das Kind vorhat, mit der Maske die Menschen zu erschrecken bzw. sie an der Nase herumzuführen.
Es ist nicht bekannt wie lange die Werkstatt des Miwa in Edo nach seinem Tod im Jahr 1789 noch in Betrieb war. Das „Sōken kishō“ von 1781 schreibt, dass Miwa in Kirschholz arbeitete und seine himtōshi in grün gefärbtes Hirschhorn eingefasst waren. Miwa hat dieses Motiv eines Jungen mit Maske mehrfach geschnitzt.

