
Beide Seiten des Inrō sind mit einer chinesischen Landschaft in feinster Einlage von zugeschnittenen aogai-Plättchen dekoriert. Motive wie Felsen und Brücken sind weiterhin durch Binnengravur gestaltet, die gebogenen Stämme und Äste der Trauerweiden sind einzeln ausgeschnitten. Die Wasseroberfläche wird durch feine Streifen, das Erdreich und die Bodenbeschaffenheit durch winzige und in Größe und Dichte abgestufte quadratische Plättchen aus aogai angedeutet. Das Laub hingegen ist durch kleinste Rauten, Streifen und Scheiben dargestellt. Kirikane setzen Akzente, wobei die winzigen Rauten zu Blattwerk arrangiert sind und Dreiecke die Schaumkronen von Wellen darstellen.
Die Landschaft setzt sich zusammen aus Versatzstücken, wie man sie aus der chinesischen Malerei kennt. Auf einem flachen Weg, der zu einer steinernen Bogenbrücke führt, spaziert ein Mann gefolgt von einem jugendlichen Diener. Auf der anderen Seite führt eine Brücke mit beidseitigen Rampen und einem Pavillon auf dem Scheitelpunkt über die Wasserfläche. Im oberen Teil des Inrō steht ein Pavillon oberhalb des felsigen Ufers.
Die schwach gewölbte Ober- und Unterseite sowie die Schnurführungen sind von einem Muster ineinandergreifender Bögen aus aogai überzogen. Die Zwischenräume sind mit rautenförmigen kirikane gefüllt.
